Philippinen

Insel-Paradies im permanenten Notstand

Hunger und Armut unter Palmen“ – so kann man die Situation auf den Philippinen am kürzesten umschreiben. Die bittere Armut der Bevölkerung steht im krassen Gegensatz zu dem Urlaubsparadies für Touristen an traumhaften Stränden mit türkisblauem Meer.

44% der städtischen Bevölkerung leben in Slums. Ganze Familien, die auf dem Land ihre Lebensgrundlage verloren haben, hausen auf Müllbergen, Friedhöfen, entlang der Landstraßen, an Uferböschungen oder unter Brücken. Oft suchen die Kinder in den Mülldeponien Nahrungsreste und wieder verwertbare Teile, um nicht zu verhungern.

Ein Bild der beklemmenden Armut bietet sich auch in der 15-Millionen-Metropole Manila: Kinder laufen bettelnd durch die Straßen oder prostituieren sich, um das Überleben der Familie zu sichern. Nur jeder dritte Slum ist an die kommunale Müllabfuhr angeschlossen. Und nur jede fünfte Behausung verfügt über eine Trinkwasserleitung. Die Kindersterblichkeit ist in den Elendsvierteln dementsprechend sehr hoch.

Darum hat SOS World damit begonnen, mit Hilfe von Partnern vor Ort Lebensmittel zu verteilen und medizinische Versorgung in den Elendsvierteln zu ermöglichen.