Somalia

Konfliktreich und sehr arm

Somalia ist das tragischste Land der Welt. Mehr als 20 Jahren wütete ein brutaler Bürgerkrieg in dem Land am Horn von Afrika. In der Hauptstadt Mogadischu lieferten sich Islamisten und Friedenstruppen der Afrikanischen Union (AU) über viele Jahre täglich zähe, blutige Gefechte. 2011 gelang es den Truppen der AU die Islamisten aus Mogadischu zu vertreiben. Doch weite Teile Zentralsomalias und des Südens sind noch unter der Kontrolle der Islamisten.

In dem Land funktionierte lange Zeit praktisch nichts mehr. Die Schulen waren geschlossen, es gab keine medizinischen Einrichtungen, die Menschen konnten sich an keinerlei staatliche Gewalt mehr wenden. Viele bekannte Hilfsorganisationen waren abgezogen, weil der Einsatz lebensgefährlich war.

Erst jetzt, wo Mogadischu einigermaßen stabil ist, bilden sich wieder öffentliche Strukturen. Der Häuserbau geht voran, Flughafen, Schulen und Krankenhäuser nehmen ihren Betrieb auf. Doch dieser zaghafte Neubeginn beschränkt sich hauptsächlich auf die Hauptstadt und ein paar andere eingenommene Städte. Der Frieden in Mogadischu ist fragil, immer wieder kommt es zu hinterhältigen Anschlägen und Selbstmordattentaten.

Hunderttausende Somalis jährlich fliehen immer noch vor der Gewalt im Süden und im Zentrum des Landes. Manche sind versprengt, manche haben in völlig überfüllten Flüchtlingslagern in den angrenzenden Ländern Zuflucht gesucht. Die meisten Flüchtlinge hausen dort unter menschenunwürdigen Zuständen.

SOS World leistet trotz des hohen Sicherheitsrisikos Nothilfe in Somalia. Wir bringen Überlebenspakete und Hilfsgüter zu den versprengten Flüchtlingen. Die folgenden Seiten berichten über unsere Einsätze und lierfern wichtige Daten über das Land und geben einen geschichtlichen Überblick.