Leitungsteam

In SOS World arbeiten wir Generationen übergreifend zusammen. Die jahrzehntelange Erfahrung mit Projekten weltweit eines Mitfünzigers paart sich mit dem professionellen Management-Wissen, wie es jungen Menschen heute zur Verfügung steht.

Thomas und David Schirrmacher arbeiten seit zehn Jahren in Sachen Hilfe zur Selbsthilfe im globalen Süden generationsübergreifend zusammen, wie das Bild (1) aus Uganda von der Quelle des Nils aus dem Jahr 2006 zeigt, als sich beide über die Lage der Kinder in Uganda informierten, um Hilfe für die Armen zu organisieren. Zehn Jahre später sind sie immer noch weltweit unterwegs – im Bild (2) werden sie beispielsweise deswegen vom Präsidenten von Albanien in seinem Amtszimmer empfangen, um über die Situation von Minderheiten zu diskutieren. Ein Ergebnis ihrer Zusammenarbeit ist das gemeinsame Buch „Korruption“, da Korruption ein wesentliches Hindernis für Entwicklung, Nothilfe und Menschenrechte ist.

Bild 2: Besuch beim Präsidenten von Albanien

Bild 1: Besuch eines Projekts in Uganda 2006

 

 

 

 

 

 

 

David Schirrmacher

Bild 3: Buch „Korruption“

David Schirrmacher studierte Betriebswirtschaftslehre an der EBS Universität für Wirtschaft und Recht in Wiesbaden und Philosophie an der Universität Bonn. Er hat in Bonn erfolgreich ein Mode-Unternehmen gegründet und ist Mitverfasser eines Buches gegen „Korruption“ (SCM Hänssler, 2014) und bringt sein betriebswirtschaftliches Wissen ein, um in unserem gemeinnützigen Werk mit einer schlanken Administration und guter Planung möglichst viel aus den zur Verfügung gestellten Spenden zu machen.

David Schirrmacher: „Ich finde es wichtig, beruflichen Erfolg nicht nur für sich selbst zu nutzen, sondern das im beruflichen Alltag erarbeitete Wissen auch etwas Gutem zuzuführen. So möchte ich mit meiner Erfahrung die guten Ziele von SOS World unterstützen, damit es weltweit effektiv und innovativ die Leute unterstützten kann, die es am dringendsten benötigen. Als Firmengründer weiß ich, wie hart es ist, etwas Neues aufzubauen und es jeden Tag ein Stückchen weiter zum Erfolg zu bringen. Hierfür bitte ich Sie auch bei SOS World um Ihre Unterstützung – zugunsten der Ärmsten der Armen. Wir werden nicht aufhören zu arbeiten, bis wir SOS World als zuverlässigen Partner für viele Kinderheime, Krankenhäuser und lokale Hilfsorganisationen etabliert haben.“

Thomas Schirrmacher

„Kaffeepausen mit dem Papst“


Prof. Dr. phil. Dr. theol. Thomas Schirrmacher gehört als Präsident des Internationalen Rates der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte und als Botschafter für Menschenrechte der Weltweiten Evangelischen Allianz zu den führenden Menschenrechtlern der Welt, der sich bei Päpsten, Patriarchen, Großmuftis, Präsidenten, Ministern und Parlamenten für Menschenrechte, dabei besonders gegen Armut, Menschenhandel und Korruption und für Religionsfreiheit einsetzt, und dabei den größten Teil der Erde bereist hat.

Der mehrfach promovierte Gelehrte, der eine Professur in Rumänien und eine in Indien inne hat und das Internationale Institut für Religionsfreiheit mit Büros auf allen Kontinenten leitet, hält Gastvorlesungen an Universitäten in aller Welt und hat als Experte in Parlamenten in ganz Europa und im EU-Parlament in Brüssel ausgesagt.

Er gilt als einer der Architekten des ersten Dokumentes, das 2011 Vatikan, Ökumenischer Rat der Kirchen und WEA gemeinsam unterzeichneten, ein Meilenstein der Kirchengeschichte. Die Tageszeitung ‚Die Welt‘ nennt den Bischof einen der drei führenden Experten in Sachen Religionsfreiheit und „des Papstes liebster Protestant“. Er erhielt 1997 eine Ehrenpromotion aus den USA und 2006 eine Ehrenpromotion aus Indien für seinen Einsatz für den sozialen Fortschritt im Land.

Er hat über 100 Bücher verfasst und herausgegeben, die in 18 Sprachen übersetzt wurden. Zu den neuesten gehören Korruption (2014), Koran und Bibel (2015 – 6.Aufl.), Unterdrückte Frauen (2013), Menschenrechte (2012), Menschenhandel (2011), Fundamentalismus (2010) und Rassismus (2009).

 

Thomas Schirrmacher: Ich setze mich für SOS World und seine Ziele ein, die Menschen in Not wieder in die Eigenständigkeit führen will, weil staatliche Entwicklungshilfe in der Dritten Welt zu oft nicht ausreicht oder versickert. Dafür gibt es zwei Gründe: Zum ersten versickern viele staatliche Entwicklungsgelder in den armen Ländern bei der politischen Kaste aufgrund von Korruption oder Missmanagement. Zum zweiten kann man nicht wirklich etwas ändern, wenn man mit der Gießkanne Hilfsgelder regnen lässt.

Die Erfahrung zeigt, dass Menschen einbezogen werden müssen, ja dass wahre Veränderung nur von innen kommen kann. Wenn wir etwa in Kenia einen Brunnen bohren, ist das Bohren selbst schnell erledigt und bezahlt. Aber der Brunnen lebt nicht lange. Er versandet, er wird nicht repariert oder die Rohre werden gestohlen. Nur wenn die Dorfbewohner vorher in die Planung einbezogen werden, nur wenn sie durch eigene kleine finanzielle Beiträge und Sachleistungen (z. B. Aushub-Arbeiten, Mauern ziehen) einbezogen werden, nur wenn sie umdenken und den Brunnen zu ihrer eigenen Sache machen, kann er jahrelang Leben spenden.

Das aber erfordert viel mehr Einsatz unserer Mitarbeiter vor Ort. Und es muss sich um kleine überschaubare Projekte handeln. Unsere Mitarbeiter müssen die Beteiligten persönlich kennen, wir wieder müssen unsere Mitarbeiter gut kennen. Deswegen arbeiten wir so oft – aber nicht nur – mit einheimischen Kirchen zusammen. All das ist bei gigantischen Hilfsprojekten oft nicht gewährleistet.

Wir haben bei SOS World ein ausgesprochen kleines, aber dafür gut eingespieltes Leitungs- und Verwaltungsteam und ausgezeichnete, hingebungsvoll arbeitende Projektleiter in den Ländern. Das Zusammenspiel aller Kräfte macht mir große Freude, denn wenn man den Ärmsten der Armen helfen will, sollte es keine unnötigen Reibungsverluste geben.