Selbstverständnis und Ziele

Selbstverständnis

SOS World ist ein international tätiges Hilfswerk, das mit Projekten in mehr als 40 Ländern auf vier Kontinenten in Verbindung steht, die Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Unsere Arbeit verstehen wir als Dienst tätiger christlicher Nächstenliebe.

SOS World ist selbst an keinen bestimmten Zusammenschluss von Hilfswerken und an keine bestimmte Kirche gebunden, arbeitet aber vor Ort viel mit anderen Hilfsorganisationen und staatlichen Stellen, sowie mit und durch Kirchen aller Konfessionen zusammen, um unter den gegebenen Umständen möglichst effektiv Hilfe leisten zu können.

Zielsetzung

In unserer Satzung sind die Ziele von SOS World klar definiert:

Zweck der Gesellschaft ist die Hilfeleistung an arme und notleidende Menschen in aller Welt. Die Gesellschaft stellt sich insbesondere zur Aufgabe, den Hunger in der Welt zu bekämpfen, medizinische Hilfe jeglicher Art zu leisten und zur Verfügung zu stellen.

Aufgabe der Gesellschaft ist weiterhin die Förderung und Unterstützung von Krankenhäusern und Kliniken in Entwicklungsländern (Dritte-Welt-Ländern), in denen notleidende Menschen überwiegend unentgeltlich behandelt werden.

Ziel und Zweck ist damit umfassend die geistige und körperliche Fürsorge für die Unglücklichen und Bedürftigen in aller Welt.

Dieser Satzungszweck wird verwirklicht durch Gewährung von Ernährung, Bekleidung, Ausbildungs- und Schulungsmaßnahmen, Errichtung und Unterhaltung von Schulungsstätten im In- und Ausland, Brunnenbau und Wasseraufbereitung bzw. Betrieb von Wasseraufbereitungsanlagen, Anleitung zur Selbsthilfe sowie des Transports von Sachspenden und Gütern in Gebiete, in denen notleidende Menschen leben.

Da Armut und Not oft mit Menschenrechtsverletzungen aller Art einhergehen oder eine direkte Folge davon sind, setzen wir uns auch auf allen politischen Ebenen und auf verschiedensten Kanälen für die Menschenrechte und gegen Menschenrechtsverletzungen ein.

Zwei Grundprinzipien

1.

Unsere Aktionen „Hilfe zur Selbsthilfe“ fördern Projekte, die den Menschen so schnell wie möglich den Verdienst ihres eigenen Lebensunterhaltes ermöglichen, so dass eine dauerhafte Unterstützung von außen unnötig wird.

Selbst so schnell wie möglich wieder für ihren Lebensunterhalt sorgen zu können, gibt vielen Menschen – besonders nach Bürgerkriegen, Naturkatastrophen oder Krankheit und familiärer Not – Hoffnung und neue Perspektiven.

2.

In den zahlreichen Projektländern in Afrika, Südamerika und Asien arbeitet SOS World jeweils nur mit persönlich bekannten, vertrauenswürdigen Projektpartnern zusammen. Es handelt sich um landesintern staatlich anerkannte gemeinnützige Organisationen, die oft mit Kirchen oder kirchlichen Institutionen verbunden sind, was oft eher eine vertrauensvolle Kontrolle ermöglicht als bei staatlichen Einrichtungen, insbesondere ist stark von Korruption betroffenen Ländern.

Die Verwendung der Projektgelder vor Ort wird von SOS World lückenlos überprüft. Projekt- und Finanzberichte, Fotos und telefonische Besprechungen werden durch gelegentliche Besuche vor Ort ergänzt. So können wir uns jederzeit ein umfassendes Bild von der geleisteten Arbeit machen.

Umsetzung der Grundprinzipien

Das Elend der ganzen Welt kann niemand lindern. Aber etwas Konkretes tun und einem Kind nach dem anderen helfen – das kann jeder. Ihre Spende gibt SOS World z. B. nach Afrika weiter, wo viele Waisenkinder aus den zahlreichen Bürgerkriegen Hilfe von außen brauchen, um einen neuen Anfang machen zu können. Sie sind traumatisiert, ohne Familie, oft krank oder sogar verwundet, ohne Schulbildung und Hoffnung für die Zukunft. In den SOS World-Waisenhäusern erhalten die Kinder über die tägliche Versorgung hinaus eine Schul- und Berufsausbildung, um den Kreislauf aus Armut und Analphabetentum durchbrechen zu können.

In anderen afrikanischen Dörfern sinkt die Kindersterblichkeit, wenn SOS World die Bohrung eines Trinkwassertiefbrunnens finanziert oder Regenwasser-Sammler installiert. Es ist das Prinzip von SOS World, dass die Dorfbevölkerung zu jedem dieser Brunnenprojekte einen finanziellen Eigenbeitrag leistet, damit der Wert des Brunnens vor Ort geschätzt und die Anlage gepflegt wird.

Zufriedener als mit einer bloßen Geldspende sind auch die alleinerziehenden Mütter in Mexiko, wenn sie von SOS World eine Nähmaschine bekommen und damit für ihre Familie wieder selbst sorgen können.

In die Provinzkrankenhäuser der Mongolei begleitete der Gesundheitsminister persönlich mehrere Container medizinischer Hilfsgüter von SOS World auf einer Reise durch die Mongolei, da es abseits der Hauptstadt Ulaanbaator überhaupt nur einen einzigen (bis dahin leeren) Medikamentenschrank und eine Handvoll Krankenhausbetten gab.

Sie sind es, die diese Hilfe den Menschen ermöglichen, die dringend darauf angewiesen sind. Herzlichen Dank für alles, was Sie dafür tun!

 

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10 gute Gründe zum Spenden

10 gute Gründe zum Spenden

Warum sollten Sie Ihre Spende an SOS World schicken? Hier nennen wir Ihnen 10 gute Gründe:

Kinder im Zentrum: In vielen Projektländern unterstützt SOS World-Waisenhäuser. Kinder sind die schwächsten Glieder der Gesellschaft, und besonders Waisenkinder brauchen Zuflucht, Zuwendung und tägliche Versorgung mehr als alles andere.

Klein aber fein: Wir leisten in der Regel unsere Hilfseinsätze genau dort, wo andere Organisationen nicht helfen (können), und scheuen die Mühe nicht, die Vergessenen zu erreichen und zu versorgen. Ein kleines, hingebungsvolles Verwaltungs-Team schafft die Voraussetzungen dafür.

Schnelle Katastrophenhilfe: Einer unserer Projektleiter hat sich mit seinem Team auf schnelle Hilfseinsätze in Katastrophenregionen spezialisiert und kann innerhalb von ein bis zwei Tagen vor Ort sein. Durch gute Organisation und langjährige Erfahrung ist eine optimale Notversorgung möglich.

Sparsame Verwaltung: Durch die straffe Organisation unserer kleinen Verwaltungszentrale und durch den verantwortungsvollen Umgang mit den uns anvertrauten Geldern sind unsere Verwaltungskosten geringer als bei den meisten anderen vergleichbaren Hilfsorganisationen.

Geringe Personalkosten: Denn SOS World schickt kein belgisches Personal in langfristige Auslandseinsätze, sondern leistet die nötige Hilfe durch die Zusammenarbeit mit bewährten, kompetenten und in aller Regel einheimischen Partnern und Mitarbeitern vor Ort.

Hilfe zur Selbsthilfe: Wir möchten nicht, dass die Empfänger unserer Notversorgung auf Dauer von uns abhängig werden. Darum konzentrieren wir uns darauf, jedem einzelnen so zu helfen, dass er möglichst schnell wieder in die Lage versetzt wird, seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten.

Bildung schafft Zukunft: Das ist in den Entwicklungsländern nicht anders als in Belgien. Wo immer SOS World Kindern hilft, versuchen wir, ihnen auch Schulbildung und Berufsausbildung zu ermöglichen, damit sie anschließend auf eigenen Beinen stehen und sich selbst versorgen können.

Genaue Projekt-Kontrolle: Die Verwendung der Projektgelder vor Ort wird von SOS World lückenlos überprüft. Projektberichte, Fotos und telefonische Besprechungen ergänzen gelegentliche Besuche der Projekte vor Ort, um den Fortschritt der Arbeit zu begutachten und die Leiter zu unterstützen.

Wirkungsstarke Leiter vor Ort: Bevor jemand bei uns Projektleiter wird, hat er üblicherweise mit eigenen, oft bescheidenen Mitteln erfolgreich Hilfe für die notleidende Bevölkerung organisiert. Diese Leute sind dann auch fähig, einer wachsenden Arbeit vorzustehen – und tun es mit ganzer Hingabe.

Christliche Motivation: Unser Leitgedanke ist nicht, uns mit spektakulären Hilfseinsätzen einen Namen zu machen, sondern wir wollen einfach die erforderliche christliche Nächstenliebe praktizieren nach dem Gebot: „Du sollst Deinen Nächsten lieben wie dich selbst!“

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Leitungsteam

In SOS World arbeiten wir Generationen übergreifend zusammen. Die jahrzehntelange Erfahrung mit Projekten weltweit eines Mitfünzigers paart sich mit dem professionellen Management-Wissen, wie es jungen Menschen heute zur Verfügung steht.

Thomas und David Schirrmacher arbeiten seit zehn Jahren in Sachen Hilfe zur Selbsthilfe im globalen Süden generationsübergreifend zusammen, wie das Bild (1) aus Uganda von der Quelle des Nils aus dem Jahr 2006 zeigt, als sich beide über die Lage der Kinder in Uganda informierten, um Hilfe für die Armen zu organisieren. Zehn Jahre später sind sie immer noch weltweit unterwegs – im Bild (2) werden sie beispielsweise deswegen vom Präsidenten von Albanien in seinem Amtszimmer empfangen, um über die Situation von Minderheiten zu diskutieren. Ein Ergebnis ihrer Zusammenarbeit ist das gemeinsame Buch „Korruption“, da Korruption ein wesentliches Hindernis für Entwicklung, Nothilfe und Menschenrechte ist.

Bild 2: Besuch beim Präsidenten von Albanien

Bild 1: Besuch eines Projekts in Uganda 2006

 

 

 

 

 

 

 

David Schirrmacher

Bild 3: Buch „Korruption“

David Schirrmacher studierte Betriebswirtschaftslehre an der EBS Universität für Wirtschaft und Recht in Wiesbaden und Philosophie an der Universität Bonn. Er hat in Bonn erfolgreich ein Mode-Unternehmen gegründet und ist Mitverfasser eines Buches gegen „Korruption“ (SCM Hänssler, 2014) und bringt sein betriebswirtschaftliches Wissen ein, um in unserem gemeinnützigen Werk mit einer schlanken Administration und guter Planung möglichst viel aus den zur Verfügung gestellten Spenden zu machen.

David Schirrmacher: „Ich finde es wichtig, beruflichen Erfolg nicht nur für sich selbst zu nutzen, sondern das im beruflichen Alltag erarbeitete Wissen auch etwas Gutem zuzuführen. So möchte ich mit meiner Erfahrung die guten Ziele von SOS World unterstützen, damit es weltweit effektiv und innovativ die Leute unterstützten kann, die es am dringendsten benötigen. Als Firmengründer weiß ich, wie hart es ist, etwas Neues aufzubauen und es jeden Tag ein Stückchen weiter zum Erfolg zu bringen. Hierfür bitte ich Sie auch bei SOS World um Ihre Unterstützung – zugunsten der Ärmsten der Armen. Wir werden nicht aufhören zu arbeiten, bis wir SOS World als zuverlässigen Partner für viele Kinderheime, Krankenhäuser und lokale Hilfsorganisationen etabliert haben.“

Thomas Schirrmacher

„Kaffeepausen mit dem Papst“


Prof. Dr. phil. Dr. theol. Thomas Schirrmacher gehört als Präsident des Internationalen Rates der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte und als Botschafter für Menschenrechte der Weltweiten Evangelischen Allianz zu den führenden Menschenrechtlern der Welt, der sich bei Päpsten, Patriarchen, Großmuftis, Präsidenten, Ministern und Parlamenten für Menschenrechte, dabei besonders gegen Armut, Menschenhandel und Korruption und für Religionsfreiheit einsetzt, und dabei den größten Teil der Erde bereist hat.

Der mehrfach promovierte Gelehrte, der eine Professur in Rumänien und eine in Indien inne hat und das Internationale Institut für Religionsfreiheit mit Büros auf allen Kontinenten leitet, hält Gastvorlesungen an Universitäten in aller Welt und hat als Experte in Parlamenten in ganz Europa und im EU-Parlament in Brüssel ausgesagt.

Er gilt als einer der Architekten des ersten Dokumentes, das 2011 Vatikan, Ökumenischer Rat der Kirchen und WEA gemeinsam unterzeichneten, ein Meilenstein der Kirchengeschichte. Die Tageszeitung ‚Die Welt‘ nennt den Bischof einen der drei führenden Experten in Sachen Religionsfreiheit und „des Papstes liebster Protestant“. Er erhielt 1997 eine Ehrenpromotion aus den USA und 2006 eine Ehrenpromotion aus Indien für seinen Einsatz für den sozialen Fortschritt im Land.

Er hat über 100 Bücher verfasst und herausgegeben, die in 18 Sprachen übersetzt wurden. Zu den neuesten gehören Korruption (2014), Koran und Bibel (2015 – 6.Aufl.), Unterdrückte Frauen (2013), Menschenrechte (2012), Menschenhandel (2011), Fundamentalismus (2010) und Rassismus (2009).

 

Thomas Schirrmacher: Ich setze mich für SOS World und seine Ziele ein, die Menschen in Not wieder in die Eigenständigkeit führen will, weil staatliche Entwicklungshilfe in der Dritten Welt zu oft nicht ausreicht oder versickert. Dafür gibt es zwei Gründe: Zum ersten versickern viele staatliche Entwicklungsgelder in den armen Ländern bei der politischen Kaste aufgrund von Korruption oder Missmanagement. Zum zweiten kann man nicht wirklich etwas ändern, wenn man mit der Gießkanne Hilfsgelder regnen lässt.

Die Erfahrung zeigt, dass Menschen einbezogen werden müssen, ja dass wahre Veränderung nur von innen kommen kann. Wenn wir etwa in Kenia einen Brunnen bohren, ist das Bohren selbst schnell erledigt und bezahlt. Aber der Brunnen lebt nicht lange. Er versandet, er wird nicht repariert oder die Rohre werden gestohlen. Nur wenn die Dorfbewohner vorher in die Planung einbezogen werden, nur wenn sie durch eigene kleine finanzielle Beiträge und Sachleistungen (z. B. Aushub-Arbeiten, Mauern ziehen) einbezogen werden, nur wenn sie umdenken und den Brunnen zu ihrer eigenen Sache machen, kann er jahrelang Leben spenden.

Das aber erfordert viel mehr Einsatz unserer Mitarbeiter vor Ort. Und es muss sich um kleine überschaubare Projekte handeln. Unsere Mitarbeiter müssen die Beteiligten persönlich kennen, wir wieder müssen unsere Mitarbeiter gut kennen. Deswegen arbeiten wir so oft – aber nicht nur – mit einheimischen Kirchen zusammen. All das ist bei gigantischen Hilfsprojekten oft nicht gewährleistet.

Wir haben bei SOS World ein ausgesprochen kleines, aber dafür gut eingespieltes Leitungs- und Verwaltungsteam und ausgezeichnete, hingebungsvoll arbeitende Projektleiter in den Ländern. Das Zusammenspiel aller Kräfte macht mir große Freude, denn wenn man den Ärmsten der Armen helfen will, sollte es keine unnötigen Reibungsverluste geben.

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